Wochenbett: Wer bemuttert eigentlich die Mütter?
Wer bemuttert eigentlich die Mütter?
Kraft schöpfen auf dem Weg des Muttersein
Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett sind weit mehr als medizinische Vorgänge. Es sind Schwellenübertritte, die eine Frau körperlich und seelisch grundlegend verändern. Mein Name ist Anne Mehringer. Als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe – und vor allem als Mutter von drei Kindern – weiß ich: Wir Frauen öffnen das Tor zum Leben. Doch wer hält uns fest, wenn wir dabei an unsere Grenzen stoßen?
Die Magie und die Last der Schöpfung In meiner jahrelangen klinischen Tätigkeit habe ich unzählige Geburten begleitet. Jedes Mal ist es ein Wunder. Meine Mutter sagte einst bei der Geburt meines mittleren Sohnes: „Plötzlich ist ein neuer Mensch im Raum, ohne dass die Tür aufgegangen ist.“ Ich antwortete ihr: „Doch, es ist eine Tür aufgegangen – aber keine aus Holz.“ Und dieses Bild begleitet mich bis heute: Dass die Tür der Möglichkeiten sich öffnet, auch wenn der Rahmen uns unbekannt erscheint.
Wir Frauen stellen uns in den Dienst des Lebens. Das gilt für die biologische Mutterschaft ebenso wie für Projekte, Ideen und Visionen, die wir in die Welt bringen. Wir sind Teil eines schöpferischen Prozesses, der uns alles abverlangt. Ein Kind heranwachsen zu lassen, es zu nähren und über Jahre mit Liebe und Rat zu begleiten, ist ein immenser Kraftakt. Gleichzeitig wachsen in uns neue Fähigkeiten, Resilienz und Vertrauen – Fähigkeiten, die uns helfen, auch nach Rückschlägen wieder aufzustehen. Und so erkennt man, dass Mutterschaft nicht nur eine biologische Funktion ist, sondern eine tiefgreifende menschliche Entwicklung, die uns als Ganzes formt und stärkt.
Kraft schöpfen auf dem Weg des Muttersein Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett sind weit mehr als medizinische Vorgänge. Es sind Schwellenübertritte, die eine Frau körperlich und seelisch grundlegend verändern. Mein Name ist Anne Mehringer. Als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe – und vor allem als Mutter von drei Kindern – weiß ich: Wir Frauen öffnen das Tor zum Leben. Doch wer hält uns fest, wenn wir dabei an unsere Grenzen stoßen?
Die Magie und die Last der Schöpfung In meiner jahrelangen klinischen Tätigkeit habe ich unzählige Geburten begleitet. Jedes Mal ist es ein Wunder. Meine Mutter sagte einst bei der Geburt meines mittleren Sohnes: „Plötzlich ist ein neuer Mensch im Raum, ohne dass die Tür aufgegangen ist.“ Ich antwortete ihr: „Doch, es ist eine Tür aufgegangen – aber keine aus Holz.“ Diese Tür bleibt offen, während sich unsere Welt verändert, während sich unsere Prioritäten neu ordnen und während unser Herz sich auf neue Weise erweitert.
Wir Frauen stellen uns in den Dienst des Lebens. Das gilt für die biologische Mutterschaft ebenso wie für Projekte, Ideen und Visionen, die wir in die Welt bringen. Wir sind Teil eines schöpferischen Prozesses, der uns alles abverlangt. Ein Kind heranwachsen zu lassen, es zu nähren und über Jahre mit Liebe und Rat zu begleiten, ist ein immenser Kraftakt.
Warum Selbstfürsorge für Mütter kein Luxus ist
Muttersein ist ein Geschenk, aber es ist auch eine Aufgabe, die unsere Energiereserven bis auf den Grund leeren kann. Oft wird erwartet, dass Mütter bedingungslos funktionieren. Doch woher kommt die Energie für:
Die körperliche Regeneration nach der Entbindung?
Die Versorgung des Neugeborenen mit Wärme und Geborgenheit?
Den Spagat zwischen Beruf, Partnerschaft und Erziehung?
Um langfristig gesund und kraftvoll zu bleiben, müssen wir unsere Speicher aktiv auffüllen. Das geschieht durch gesunde Ernährung, die gezielte Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen, ausreichend Schlaf und Bewegung. Doch vor allem braucht es eines: Zeit und Ruhe für sich selbst.
Das Dorf für die Mutter: Unterstützung annehmen
Es heißt: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Ich ergänze: Es braucht ein Dorf, um eine Mutter zu halten. „Und wer bemuttert eigentlich die Mütter?“ Diese Frage begegnet mir in meiner Praxis täglich. Ich sehe Frauen, die bis an die Grenze der Belastbarkeit gehen und dennoch weitergeben. Mein dringender Rat an alle Schwangeren und frischgebackenen Mütter: Nehmen Sie Hilfe an.
Wege zur neuen Energie:
Das Wochenbett schützen: Lassen Sie sich bekochen und unterstützen. Diese erste Phase ist heilig für die Bindung und Heilung.
Netzwerke nutzen: Ob Partner, Familie, Freunde oder professionelle Begleiter – Austausch entlastet die Seele.
Räume schaffen: Muttersein ist eine Facette Ihres Lebens. Pflegen Sie Ihre Interessen und Ihren Beruf als Kraftquellen außerhalb der Mutterrolle.
Fazit: Lassen Sie sich begleiten
Das Tor des Lebens zu öffnen, ist eine lebenslange Reise. Als Ärztin und Mutter möchte ich Sie ermutigen, nicht nur für Ihr Kind, sondern auch für sich selbst zu sorgen. Nur eine Mutter, die „bemuttert“ wird und ihre Reserven pflegt, kann die wunderbare Aufgabe der Erziehung mit Freude und Kraft ausfüllen.

