Stillen und Scheidentrockenheit
Stillen und Scheidentrockenheit: Ein häufiges, aber wenig besprochenes Thema
Während der Schwangerschaft ist die Vorfreude auf das Neugeborene groß, und wenn es dann da ist, gibt es nichts Schöneres, als das Baby endlich im Arm zu halten. Doch so schön die Freude am Elternsein auch ist, eine Geburt verändert nicht nur das Leben grundlegend, sondern auch deinen Körper. Während der Schwangerschaft durchläuft der Hormonhaushalt viele Veränderungen, und das hört nach der Geburt nicht auf. Im Gegenteil: Die Stillzeit bringt noch einmal zahlreiche Umstellungen mit sich, die körperliche Folgen haben können, zum Beispiel einen trockenen Intimbereich. Doch keine Sorge, Scheidentrockenheit ist nach der Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches, und mit einigen Tipps sowie der richtigen Pflege lässt sie sich schnell wieder in den Griff bekommen.
In diesem Beitrag findest du:
1. Was versteht man unter Scheidentrockenheit?
2. Warum tritt Scheidentrockenheit nach der Schwangerschaft auf?
3. Behandlungsmöglichkeiten bei Scheidentrockenheit in der Stillzeit
4. Fazit
1. Was versteht man unter Scheidentrockenheit?
Scheidentrockenheit bezeichnet einen Zustand, bei dem die Vaginalschleimhaut nicht ausreichend befeuchtet ist. Dabei fühlt sich der Intimbereich dauerhaft oder situativ trocken an, weil die Schleimhaut weniger Feuchtigkeit bildet und ihre Elastizität nachlassen kann
1.1 Was sind die Symptome von Scheidentrockenheit?
Brennen und Juckreiz: Fehlt die natürliche Feuchtigkeit, entsteht im Intimbereich häufig ein brennendes Gefühl und Juckreiz. Manchmal kommt es dabei sogar zum Brennen beim Wasserlassen.
Infektionen: Die Scheidenflüssigkeit enthält viele Bakterien, die der natürlichen Abwehr gegen Krankheitserreger dienen. Wenn dieser Schutzfilm aufgrund von Trockenheit verloren geht, wird der Intimbereich anfälliger für Infektionen.
Veränderungen im vaginalen Ausfluss: Der normale Ausfluss ist in der Regel durchsichtig beziehungsweise leicht milchig und geruchlos. Wenn das Scheidenmilieu durch Trockenheit oder Infektionen gestört ist, kann dies zu einer Veränderung des Ausflusses führen.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Wenn die Scheide nicht ausreichend befeuchtet ist, kann es beim Geschlechtsverkehr zu Reibungen kommen, die unter Umständen Schmerzen verursachen. Infolgedessen können auch kleine Blutungen im Intimbereich auftreten.
2. Warum tritt Scheidentrockenheit nach der Schwangerschaft auf?
Zuerst ist es hilfreich zu verstehen, wie ein trockener Intimbereich überhaupt entsteht. In der Regel ist dieses Problem auf eine mangelnde Durchblutung zurückzuführen, und besonders stillende Frauen sind davon betroffen. Das liegt daran, dass dein Körper während der Schwangerschaft mehr Östrogen produziert, um die Entwicklung deines Babys zu unterstützen. Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel jedoch plötzlich wieder ab. Dieser Vorgang wird durch das Hormon Prolaktin beschleunigt, das für die Milchproduktion zuständig ist. Aus diesem Grund haben viele Frauen in der Stillzeit mit Scheidentrockenheit zu kämpfen.
2.1 Weitere Ursachen von Scheidentrockenheit
Infektionen: Ein trockener Intimbereich kann zu einer Infektion führen, umgekehrt ist dies ebenfalls möglich. Bakterien oder Pilze können die Scheidenflora stören, was wiederum Trockenheit, Schmerzen und Juckreiz verursachen kann.
Wechseljahre: Wenn die Wechseljahre beginnen, stellt der Körper die Östrogenproduktion nach und nach ein. Dieses Hormon ist jedoch für die Produktion von Scheidensekret verantwortlich, weshalb es in dieser Lebensphase zu Trockenheit im Intimbereich kommen kann.
Medikamente: Für einen trockenen Intimbereich gibt es verschiedene natürliche Ursachen, doch manchmal liegt die Ursache auch bei bestimmten Medikamenten. Dazu gehören Wirkstoffe, die den Östrogenspiegel beeinflussen, wie zum Beispiel Verhütungsmittel oder Mittel zur Behandlung von Brustkrebs oder Endometriose. Auch Antibiotika können die Scheidenflora stören, da sie nicht nur schädliche, sondern auch nützliche Bakterien bekämpfen. Allergiemittel wiederum können die Blutgefäße verengen und dadurch die Produktion der Scheidenflüssigkeit vermindern.
Lebensstil: Manchmal beeinflusst dein eigener Lebensstil deinen Körper stärker, als du zunächst vermutest. So können zum Beispiel Rauchen oder lang anhaltender Stress ebenfalls Auslöser sein.
Falsche Intimhygiene: Die Scheidenflora besitzt einen eigenen pH-Wert, der durch übermäßige Reinigung oder die Verwendung aggressiver Waschmittel beeinträchtigt werden kann.
3. Behandlungsmöglichkeiten bei Scheidentrockenheit in der Stillzeit
Wenn es bei dir nach der Geburt zu Scheidentrockenheit kommt, brauchst du dir keine großen Sorgen zu machen, denn in den meisten Fällen ist diese Phase nur von kurzer Dauer. Mit der richtigen Behandlung verschwindet das Problem meist schnell. Damit die Scheidenflora rasch wieder ins Gleichgewicht kommt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du deinen Körper dabei unterstützen kannst.

3.1 Befeuchtungszäpfchen
Die ELANEE Befeuchtungszäpfchen sind Scheidenzäpfchen zur Regeneration der Vaginalschleimhaut bei Scheidentrockenheit, Juckreiz, Brennen und Rötungen. Sie sind frei von Duft- und Farbstoffen, hormonfrei sowie frei von tierischen Inhaltsstoffen. Hochwertige Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure versorgen die Vaginalschleimhaut mit Feuchtigkeit. Zusätzlich sorgen Kamille und Teebaumöl dafür, Beschwerden und Unbehagen zu lindern, für dein Wohlbefinden.

3.2 Unterstützende Intimpflege bei vaginaler Trockenheit
Bei vaginaler Trockenheit nach der Geburt ist eine unterstützende Intimpflege ein guter Weg, um die Symptome zu lindern. Es gibt feuchtigkeitsspendende Cremes, wie die ELANEE Intim-Pflegecreme, die deinen äußeren Intimbereich mit Feuchtigkeit versorgt und trockene und gereizte Haut pflegt. Zur situativen Unterstützung, zum Beispiel bei Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, kannst du das ELANEE Befeuchtungsgel nutzen. . Inhaltsstoffe wie Fenchelextrakt wirken sich positiv auf den Östrogenspiegel aus und fördern so die Produktion von Scheidenflüssigkeit. Auch Vitamin E hat eine wohltuende Wirkung. Es ist ein starkes Antioxidans, das die Haut der Vagina bei der Regeneration unterstützt und die natürliche Feuchtigkeitsbarriere stärkt. Zudem können andere Inhaltsstoffe wie Kamille, Hyaluron oder Teebaumöl Schmerzen und Unwohlsein lindern. Passende Produkte für deine Pflegeroutine findest du hier: Intim- und Körperpflege – ELANEE Shop
3.3 Vorbeugungsmaßnahmen
Manchmal reichen bereits einfache Präventive Maßnahmen aus, um Beschwerden zu lindern oder Trockenheit im Intimbereich vorzubeugen. Dazu zählen unter anderem:
Genügend trinken: Damit dein Körper ausreichend Flüssigkeit erhält, musst du ihm genügend Wasser zuführen. Eine erwachsene Person sollte durchschnittlich mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken.
Richtige Kleidung: Atmungsaktive Unterwäsche unterstützt die Aufnahme und Ableitung von Feuchtigkeit im Intimbereich. Zudem solltest du enge Kleidung vermeiden, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
Richtige Hygiene: Achte auf eine sanfte Pflegeroutine im Intimbereich. Aggressive Cremes oder Waschlotionen mit starkem Parfüm sollten vermieden werden. Auch übermäßiges Waschen schadet, da es den Intimbereich zusätzlich reizt.
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3.4 Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Hormontherapie: In einigen Fällen ist eine Hormontherapie ein wirksamer Weg, um das Gleichgewicht im Intimbereich wiederherzustellen. Viele Frauen möchten während der Stillzeit jedoch lieber darauf verzichten, Hormone einzunehmen.
Ernährung: Die Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Intimgesundheit. Wenn du dich gesund und abwechslungsreich ernährst, tust du deinem Körper etwas Gutes. Probiotische Lebensmittel wie Kimchi, Sauerkraut, Joghurt oder Kefir unterstützen zudem deine Scheidenflora, da sie nützliche Milchsäurebakterien enthalten, die den pH-Wert im Intimbereich stabilisieren.
4. Fazit
Wie du nun weißt, ist Scheidentrockenheit in der Stillzeit zwar eine unangenehme Sache, aber die Beschwerden sind schnell in den Griff zu bekommen, solange du dich gut um deinen Intimbereich kümmerst. Und du bist damit nicht allein, denn fast jede Frau ist im Laufe ihres Lebens zumindest einmal davon betroffen. Solltest du dir aber unsicher oder deine Probleme bestehen bleiben, solltest du dir ärztlichen Rat holen.

